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Magda Dewes

1982 kam ich nach Budenheim. Hier hatte ich schnell Anschluss an die Budenheimer/-innen, die -wie ich- sehr kritisch den anstehenden politischen Entscheidungen zur Energieversorgung, zur Verteidigung und staatlicher Kontrolle gegenüber standen. Die meisten waren schon politisch engagiert (Friedensbewegung, Volkszählungsboykott, Umweltgruppe).

1988 gründeten wir die Grüne Liste Budenheim. Wir wollten im Gemeinderat u.a. direkt Einfluss auf Behördenentscheidungen nehmen - damals  standen z.B. die Auflagen zum Bau einer neuen Glasschmelz-Wanne für die Glashütte und der  Bebauungsplan Industriegebiet am Rhein an.

In der Gemeinde Budenheim steckt viel gesellschaftliches Leben, jeder Einzelne kann es mit gestalten. Seit mehr als 30 Jahren engagiere ich mich für die Gemeinde. Für die GRÜNEN bin ich im Gemeinderat sowie in einigen Ausschüssen des Rates. Außerdem engagiere ich mich vor Ort seit circa acht Jahren für ein besseres Miteinander der Kulturen. Seit 2015 mit dem Schwerpunkt Flüchtlingshilfe.

Eine Aufgabe, die ohne die Unterstützung und Offenheit vieler Budenheimer/-innen nicht gelungen wäre. Mir wurde dabei bewusst, wieviel ehrenamtliche Arbeit in Budenheim geleistet wird. Auch in der Gemeinde, der Schule und in den Kindergärten gab es Unterstützung und die Bereitschaft, Lösungen für anstehende Probleme zu finden. Es hat mir gezeigt, dass Budenheim ein lebendiger Ort mit einer guten Struktur ist. Ein solches Umfeld zu bewahren hat für mich größten Wert. Dazu gehört auch, dass wir insgesamt für soziale Gerechtigkeit sorgen und schonend mit unserem Lebensraum umgehen. Es ist wichtig, dass auf allen politischen Ebenen die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden.  Im Budenheimer Gemeinderat will ich mich dafür einsetzen.

 

Landrätin verleiht Magda Dewes Ehrenbrief

Frau Dewes steht in ihrer Heimatstadt Budenheim seit vielen Jahren für gelebtes soziales Miteinander und für Begegnung der Kulturen.

Als Sprecherin des Arbeitskreises „Miteinander der Kulturen“ ist sie maßgeblich beteiligt an der Organisation und Ausgestaltung des Zusammenkommens zwischen Budenheimer:innen und Neuankömmlingen. Seit 2015 ergab sich mit Ankunft der vielen Geflüchteten eine große Aufgabe für Helfende. Dies zu stemmen – gemeinsam mit anderen – machte sich Frau Dewes zur Aufgabe. Koordination der Hilfemaßnahmen, ein Begegnungscafé als Anlaufstelle schaffen, niedrigschwellige Kontaktmöglichkeiten im „Gemeinschaftsgarten“ realisieren, Pressearbeit, Erstversorgung von Neuangekommenen, Sprachlernangebote – Bedarf auf vielen Gebieten wollte gedeckt werden.

Das bedeutet Vernetzen, Organisieren, Absprechen und ansprechbar sein. Notfalls rund um die Uhr.

Frau Dewes war auch zu mehr bereit: persönlich übernahm sie gemeinsam mit ihrem Mann eine mittlerweile jahrelange Patenschaft für eine alleinerziehende Mutter aus Somalia und deren 9 Kinder, die in Budenheim ankamen und hier eine Heimat gefunden haben.

Für all diese Bereiche gab es in der Gemeinde Budenheim ein Fundament, an dem Frau Dewes mitgearbeitet hat. Bereits Jahre zuvor hatten Engagierte die Begegnung der Kulturen zum Thema gemacht. Mit einer Ausstellung im Rathaus, zu der 30 Nationen sich präsentieren konnten und die die Menschen miteinander ins Gespräch brachte. Mit Filmabenden und Diskussionen – bereits seit 2010 legten Frau Dewes als Sprecherin gemeinsam mit anderen Engagierten hier Grundlagen für ein aktives Netzwerk.

Ökologie, Umwelt, Nachhaltigkeit, Blick in Zukunftsaufgaben – ebenfalls ein Thema für Frau Dewes.

Sie ist Gründungsmitglied und Aufsichtsrätin der Budenheimer Bürgerenergie-Genossenschaft.

Sie war 1984 Gründungsmitglied der Umweltgruppe Budenheim, aus der sich die kommunalpolitische Initiative „Grüne Liste Budenheim“ entwickelt. Seit 1989 ist Frau Dewes gewähltes Mitglied im Rat ihrer Gemeinde und derzeit stellvertretende Fraktionssprecherin.

Beim Frauennetzwerk „Soroptimiste International“ übte Frau Dewes zeitweilig die Funktion der Präsidentin der Gruppe Ingelheim aus.