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Thema Klimawandel

Ich bin gegen den Klimawandel.

Wer ist das nicht?

das Dumme ist, Physik ist nicht demokratisch, nicht autokratisch, nicht selektiv, nicht unlogisch, nicht verurteilbar – sie folgt den eigenen Gesetzmäßigkeiten und die stehen über allem, was der Mensch an Regeln und Gesetzen erfindet.

Dem Klimawandel deshalb mit Fakenews oder Lügen ein Schnippchen zu schlagen, wird kaum gelingen. Jeder halbwegs intelligente Mensch weiß das. Trotzdem sind wir Menschen nur marginal bereit, die notwendigen Schritte zu tun.

In der Süddeutschen Zeitung wird am 24.3.2024 erklärt:► "Was die aktuellen Klimarekorde für die Welt bedeuten."
Und beginnt den Artikel so: Vor lauter Krisen nimmt die Öffentlichkeit kaum noch Notiz von der wohl größten Herausforderung. Dabei würde so vieles leichter, gelänge es, die Erderhitzung zu mildern. Die Zeit drängt.

Veränderungen durch den Klimawandel (Werte für 2021 - Quelle Deutscher Wetterdienst):

Temperaturanstieg seit 1881 + 1,6 Grad
Tage über 30 Grad seit 1951 + 196 %
Meeresspiegel bei Cuxhaven seit 1843+ 42 cm
Pflanzenwachstum seit 1961 bis zu 3 Wochen früher
Niederschlag im Winter seit 1881+ 27 %
Tage unter Null Grad seit 1951  - 49%

Und ja, wo man hinschaut, hinhört Krisen. Da fällt dann die größte Bedrohung der Menscheit, der Klimawandel, der verharmlosend gerne als Krise bezeichnet wird, "hinten runter", denn der Klimawandel kommt für den Menschen relativ langsam daher, was sind schon 1,5 Grad oder ein 50 cm höherer Meeresspiegel? Ähnlich dem Frosch im Wassertopf, der, wenn man das Wasser langsam erhitzt, ohne es zu merken, stirbt – so ist es wohl auch mit dem Klimawandel und der Menschheit.

Erdgeschichtlich gesehen kommt dieser Klimawandel, den es ja schon immer gab, wie Verharmloser gerne erzählen, im "Formel-1-Tempo" auf uns zu. Er lässt sich nicht tausende von Jahren Zeit, sondern vllt. 100 Jahre. Auch lebten beim letzten Klimwandel keine 7 oder 8 Milliarden Menschen auf der Erde. Schon deshalb verbietet sich die Floskel vom immer normalen Klimawandel. Dabei sind die Zahlen erdrückend siehe oben.

Drei Monate später, Ende Juni ist (auch wieder in der SZ) zu lesen:

Als Janina Mütze sprach, wurde es sehr leise in der Halle. Zum Start des zweiten Tages des SZ-Nachhaltigkeitsgipfels verkündete die Geschäftsführerin des Meinungsforschungsunternehmens Civey, dass für die Bevölkerung das Thema Nachhaltigkeit immer weniger relevant ist. 70 Prozent denken, die Energiewende schade dem Industriestandort. Kaum jemand will sich einschränken, verändern, verzichten. Die Sorge um den Klimawandel ist deutlich geringer ausgeprägt als noch vor wenigen Jahren. Reaktion der zumeist klimabewegten Gäste: Ernüchterung.

Man braucht nicht in den Medien nachlesen, um diese Ernüchterung zu erfahren. Man kann in seinem Umfeld schauen, was die Menschen machen. Es wird geflogen, gefahren, gereist, es wird konsumiert, gekauft, verbraucht, es wird gefeiert und maximal Betroffenheit celebriert, wenn irgendwo wieder ein Ort (mancher sogar ganz nah) im Starkregen untergeht, wenn am Urlaubsziel Hitzewellen weit über 40 Grad zur Normalität werden, dann fährt man halt wieder an die Nordsee. Es babbelt sich gut, wenn man mal grad das Glück hat, mal einen Sommer ohne Dürre und Hitze zu erleben. Und außerdem, an der Nordsee ist es ja auch nicht mehr so kalt. usw. usw. usw.

Leute bauen aus sentimentalen Gründen ihre Häuser genau dort wieder auf, wo sie grad vom Hochwasser zerstört wurden. Was ist das? Menschlich oder dumm oder beides? Im Verdrängen von Realitäten ist der Mensch allen Mit-Lebewesen überlegen, pardon, unterlegen. Und manchmal kann man diese Dummheit sogar verstehen – trotz oder auch wenn die Zukunftsaussichten immer trüber werden, eine Entschuldigung ist das nicht. 

Im Prinzip wäre die Lösung ganz einfach: Jeder und jede übernimmt für sich und seinen CO2 Abdruck die Verantwortung. Konsum nur soviel, wie das persönliche CO2-Kontigent erlaubt, aber genau das will niemand. "Koste es, was es wolle". Das ist zu einfach? Ja, offensichtlich.

3. Teil des Weltklimaberichts

Wir müssen handeln. JETZT

Der Dritte Teil des 6. Klimaschutzberichts belegt den Handlungsdruck und die offensichtliche Tatenlosigkeit der Weltgemeinschaft, die die vereinbarten Ziele nach aktuellem Stand weit verfehlt.

Interessant ist, dass die Emissionen der Länder diesmal auch mit der Lebensqualität verknüpft werden.

► https://www.cen.uni-hamburg.de/about-cen/news/09-news-2022/2022-04-04-ipcc-teilbericht-3.html (Kommentar)

► https://www.de-ipcc.de/270.php (Downloads / Übersetzungen)

 

2. Teil Weltklimabericht: „Bedrohung für Natur und Mensch“

Klimafolgen treffen schon jetzt ein Drittel der Menschheit

Fluten, Hunger und Vertreibung: Die Folgen des Klimawandels sind schon heute überall zu spüren – und in Teilen möglicherweise schon irreversibel. Dies bestätigt der zweite Teil des aktuellen Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC. Demnach beeinträchtigt schon die aktuelle Erwärmung das Leben von Milliarden Menschen weltweit. Der Report unterstreicht gleichzeitig, dass das Zeitfenster, um Schlimmeres zu verhindern, nur noch bis Ende des Jahrzehnts reicht.

Schon der im August 2021 veröffentlichte erste Teil des sechsten Weltklimaberichts (AR6) machte deutlich, dass der Klimawandel in vollem Gange ist und überall messbare Folgen hinterlässt. Konkreter als je zuvor quantifizierten die Autoren des IPCC auch, welches CO2-Budget der Menschheit noch bleibt, um die im Klimagipfel von Paris beschlossenen Klimaschutzziele einzuhalten und damit schwerwiegende Folgen für Mensch und Natur zu verhindern.

► Scinexx: Bedrohung für Natur und Mensch

17.12.2021: CO2 Konzentration in der Atmosphäre steigt kontinuierlich

Ist CO2 für den Wald gut?

Der Lennebergwald in Gefahr, titelte ein Leserbrief unter Bezugnahme auf einen ► Artikel in der Heimatzeitung Nr 49, der an gleicher Stelle eine Woche zuvor zu lesen war. Darin berichtete unser Vorstand vom Waldschadensbericht, den der Revierförster im Gremium Zweckverband Lennebergwald abgegeben hatte. Wie man sich denken kann, zeichnete dieser Bericht ein düsteres Bild vom Zustand unseres Hauswaldes.

Dieser Leserbrief über 2 ganze Seiten in der Ausgabe Nr. 50 daher (► Leserbrief Seite 1 und ► Seite 2) worin der Schreiber an maßgeblichen Aussagen und Absichten des Revierförsters Zweifel hegt und ein widersprüchliches Durcheinander von sich gibt, das den Leser verwirrt oder gleich verärgert.

Da wird auch "über den ganzen Klimaquatsch" schwadroniert und dass das Klima niemand retten müsse. Er verweist auf Frühzeiten der Erdgeschichte, die 100 Millionen Jahre und länger zurückliegen, und weil seinerzeit die CO2-Konzentrationen (u.a.) in der Atmosphäre noch wesentlich höher waren, was den Pflanzen offensichtlich super gefiel, weshalb sie riesig wurden, verweist der Schreiber auf Gewächshäuser in Holland, wo heutzutage unter "CO2-Atmosphäre" Pflanzen besonders gut gedeihen. Was demnach ja dann auch wohl gut für den Lennebergwald wäre? Aha. Was will er uns damit sagen? Sollen wir jetzt über den Wald ein Gewächshaus bauen und diesen dann unter CO2 Atmosphäre retten? Und überhaupt, bezgl. dieser hohen CO2 Konzentration vor abermillionen Jahren, wie gut ging es denn den Menschen seinerzeit ? Ach, die gab es da noch garnicht? Hmm. Und dann ihre Aussage: "... noch nie musste ein Wald umgebaut werden, ich kenne zumindest keinen Wald, der umgebaut werden müsste".

Stimmt, man musste bisher keinen Wald umbauen, aber man hat es trotzdem getan. Vor rund 200 Jahren beginnend hat man Wald, gerade in unseren Breiten in Monokulturen verwandelt, nicht weil das nachhaltig wäre, sondern aus geschäftlichen Interessen heraus. Schnellwachsend für hohen Ertrag und industriell gut verarbeitbar war die Handlungsmaxime. Und weltweit passiert das immer wieder, da werden Urwälder gerodet um Ackerflächen zu gewinnen oder Palmölkulturen anzulegen. Küstenwälder in Portugal bestehen neuerdings aus schnellwachsendem Eukalyptus, anstatt aus krummen See-Kiefern... Es gibt in Europa kaum mehr Urwald, der sich selbst überlassen ist. Der Wald, den wir kennen, ist menschengemacht und das rächt sich in Zeiten des Klimawandels umso deutlicher.

Wenn die Aussage, "viel CO2 täte dem Wald gut" nur ansatzweise stimmen würde, dann müsste es dem Wald ja mächtig gut gehen. Der Autor des Leserbriefs vergisst jedoch, dass die Pflanzen, die sich in Jahrtausenden an die jetzigen Bedingungen gewöhnt haben, sich nicht so schnell umgewöhnen können, wie der Mensch in der Lage war, die Bedingungen unwiederbringlich zu verändern. Übrigens mit den höheren CO2-Konzentrationen gingen erdgeschichtlich auch immer deutliche Temperaturerhöhungen und  Veränderungen der Meeresspiegel einher. Die Veränderungen zogen sich dabei über Jahrtausende hin. Das hat der Mensch deutlich beschleunigt. Aber auch diese Fakten unterschlägt er.

Erst jüngst bestätigen Berichte, wonach sich die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zumindest in den letzten 900000 Jahren (reicht Ihnen das als Referenzzeitraum?) immer zwischen ► 150 und 300 ppm bewegen. Nachgewiesen durch Tiefeisbohrungen in der Antarktis, wo rund 3500 m dickes Eis diese Forschungen in der weit zurückliegenden  Vergangenheit des Planeten ermöglichen.

Der menschengemachte Klimawandel ist deutlich schneller und was der (nicht nur) mit den Menschen macht, dürfte auch einem Budenheimer, der nicht im Ahrtal wohnt, so langsam aber sicher klar werden. Man kann heutzutage immer mehr von Glück reden, wenn der Ort, in dem man wohnt, nicht von einem Unwetter heimgesucht wird.

Fazit: Wenn man etwas nicht kennt, heißt das ja nicht, dass das der Weisheit letzter Schluss ist, zumal wenn man nicht zum Fachpersonal gehört. Aber gerade dann verbietet es sich, solch ein Geschwurbel von sich zu geben, die Fachleute herunterzuputzen und ihre Arbeit zu verunglimpfenm, die verzweifelt vor einem Wandel stehen, den die Menschheit so noch nicht erlebt hat, die ganz sicher gut mit anderen Fachleuten vernetzt sind, die immerhin die Reste des Waldes zu retten versuchen. Die Reste des Waldes, die wir Menschen so gerne allem möglichen opfern, so z.B. dem drohenden Autobahnausbau, dem wieder tausende Bäume zum Opfer fallen sollen. Warum regen Sie sich darüber nicht auf? Sie sind Dipl.-Ing. (Architekt). Ich hätte erwartet, dass ein Ingenieur etwas reflektierter an solch ein Thema herangeht und nicht wesentliche Dinge, die zum Thema gehören, egal ob es einem passt oder nicht, einfach weglässt. Das hilft weder dem Lennebergwald, noch den Budenheimer*innen und schon gar nicht den Leuten, die sich aus Profession um den Erhalt der kleinen Lunge Lennebergwald kümmern.

Das Umweltbundesamt berichtet auf seiner Webseite: ► Bedingt durch seine hohe atmosphärische Konzentration ist Kohlendioxid nach Wasserdampf das wichtigste Klimagas.

► 01.09.2020: ZDF DOKUMENTATION

Deutschland und der Klimawandel Die Fakten von Harald Lesch

Dürre, Überflutungen, Gletscherschmelze: Das Klima ändert sich auch in Deutschland. Die Dokumentation sammelt die Fakten und fragt, wie sich das Leben hierzulande verändern wird. 43 min - Video verfügbar bis 11.2022

Hochwassergefahr höher als gedacht!

Schon in gut 30 Jahren werden die Nordseeinseln, aber auch Teile von Rügen, Fehmarn und Ostfriesland regelmäßig überflutet sein, genauso wie gut die Hälfte der Niederlande.

Das prognostizieren zwei Forscher von der Uni Princeton. Am stärksten werden die ansteigenden Meeresspiegel ihnen zufolge allerdings die flachen Küsten asiatischer Länder treffen wie China, Bangladesch, Vietnam und Thailand. Im Fachmagazin Nature Communications warnen sie davor, dass schon heute drei Mal so viele Menschen in gefährdeten Gebieten leben wie bisher angenommen.

Die Forscher sagen, das liegt daran, dass die meisten Geländemodelle auf Daten der Nasa beruhen. Die erfassen allerdings nicht die Höhe des tatsächlichen Untergrunds, sondern die höchsten Punkte - also oft Hausdächer und Baumspitzen. Sie haben ein korrigiertes Geländemodell entwickelt und mit Meeresspiegelprognosen verschiedene Zukunftsszenarien berechnet. Wie die Lage im Jahr 2050 aussehen wird, kann man sich im Netz auf einer Karte ansehen.

Einige Forschende meinen, dass viele Küstengebiete nur mit Rückzug auf die steigenden Meeresspiegel reagieren können. mehr

 

Der Zyniker empfiehlt: verkaufen Sie ihre Immobilien in den Überschwemmungsgebieten, solange sie noch einen Deppen dafür finden... Die Zeit tickt - von wegen sozialverträglicher Klimawandel ...

Klimawandel im Lennebergwald...

Klimanotstand auch in Budenheim? Zumindest wer dieser Tage durch den Lennebergwald geht, kann die verheerenden Folgen des Dürresommers 2018 sehen. Jetzt sind wir im Frühsommer 2019 angekommen, das Wetter war bisher durchwachsen. Die Niederschläge sind gefühlt reichlich, konnten jedoch den Grundwasserpegel bei weitem nicht ausgleichen. Es treten die Folgeschäden der Dürre deutlich zu Tage. Bäume, die erst gar nicht mehr ausgeschlagen sind, Bäume, die einfach umgefallen sind oder braun und trocken ihre toten Arme ausstrecken.

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Die ZEIT online> Die Apokalypse ist leider auserzählt

Auf was warten die Menschen? Auf eine Apokalypse, die von heute auf morgen alles vernichtet? Oder sind wir schon mitten drin?

Lesenswertes Essay von Johannes Schneider

Von alten Mythen bis zu aktuellen Blockbustern: Die Menschheit hat sich zu allen Zeiten gern mit ihrem Ende befasst. Deshalb bemerkt sie nicht, dass es jetzt so weit ist.

Das Problem an vorhergesagten Katastrophen ist, dass die Prognose so lange fragwürdig bleibt, bis die Katastrophe eintritt. Der Restzweifel, der jeder Wissenschaft innewohnt, wenn sie in die Zukunft extrapoliert, eignet sich, um die Ergebnisse grundsätzlich infrage zu stellen. Letztlich, so könnte man sagen, handelt es sich auch bei wissenschaftlichen Prognosen somit um eine Fiktion, die sich von der realen Welt insofern abhebt, als sie sich in ihr (noch) nicht ereignet hat. mehr

 

SWR: Der Klimawandel in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz ist stark vom Klimawandel betroffen. Mit einem Temperaturanstieg von 1,6 Grad seit Messungsbeginn im Jahr 1881 liegt Rheinland-Pfalz über dem Bundesdurchschnitt. mehr

IPCC> Fünfter Sachstandsbericht des IPCC – Synthesebericht

Der Weltklimarat IPCC veröffentlicht in den Jahren 2013 und 2014 den Fünften Sachstandsbericht. Der Bericht besteht aus den Beiträgen der drei IPCC-Arbeitsgruppen und einem nun veröffentlichten, übergreifenden Synthesebericht. Die folgenden „Kernbotschaften“ stellen eine erste Erläuterung und Zusammenfassung des Syntheseberichts dar.

Hier die Kernbotschaften des Aktuellen Berichts der Weltklimakonferenz von Anf. November 2014. Zum Download auf das Bild klicken.

Artikelübersicht

Der Persönliche CO2-Fußabruck

Wieviel Co2 können Sie noch einsparen? Berechnen Sie es hier:

http://www.klimaneutral-handeln.de/php/kompens-berechnen.php#rechner

 

Wir wissen spätestens seit den frühen siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, in welch prekärer Situation unser Heimatplanet ist (z. B. Meadows Report an den Club of Rome: "Grenzen des Wachstums", 1972; Haber: "Stirbt unser blauer Planet", 1973; Eppler: "Ende oder Wende", 1975; Gruhl: "Ein Planet wird geplündert", 1975). Systemhöflinge hatten jedoch nichts Besseres zu tun, als an diesen Wegmarken für ein zeitgemäßes Weltverständnis herumzumäkeln und nach Ungenauigkeiten zu suchen. Heute weiß man, dass die Kernaussagen der genannten Autoren stimmen.

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>> Reinhard Loske im Deutschlandfunk-Interview: "Die Zehner Jahre und das Klima", 30.12.2019

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