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18.10.2020: Es geht weiter mit Quartierfahrzeugen

Weitere Fahrzeuge sollen hinzukommen. Dazu hat Urstrom ein bereits prämiertes Konzept entwickelt: Sogenannte "Quartierfahrzeuge" werden von einer Nutzergruppe unterhalten. ► mehr

14.07.2020: Start gelungen

Knapp 3 Jahre nach dem ersten Schritt im Gemeinderat geht das erste Fahrzeug an den Start

Im August 2017 begann die Geschichte des e-Carsharing in Budenheim mit unserem Antrag auf Errichtung von e-Ladepunkten im Ort. Dieser Antrag fand Unterstützung im Rat. Die Gemeindewerke stellten daraufhin 60000 Euro in den 2018er Haushalt ein und so kam es zu den bekannten 3 Doppelladepunkten an Rathaus, Volksbank und Gemeindewerken.

Eine selbst organisierte Online-Bedarfsumfrage folgte im Frühjahr 2019 und knapp 70 Budenheimer meldeten ihr Interesse am "Autoteilen" an. "Das Zweitfahrzeug abschaffen" las man einige Male als Beweggrund andere haben keins oder wollen sogar auf das Erstfahrzeug verzichten. In der Summe dürfte das auch in den engen Straßen Budenheims für Parkraum-Entlastung sorgen, und das ist nur eines der Ziele von Carsharing.

Den massiven und teuren Ressourcenverbrauch an (Parkraum-) Flächen im Verkehrsraum und in der Herstellung  zu reduzieren sind die Hauptargumente für Carsharing, stehen doch statistisch gesehen in Deutschland rd. 40.000.000 PKWs 23 Stunden am Tag nur herum.

Rechnet man für einen Parkplatz eine Grundfläche von 2,5 x 5m plus Anfahrtmöglichkeit kommt man schnell auf durchschnittliche 20 qm Parkflächenbedarf je Auto. Bei Bodenrichtpreisen von 500 und mehr Euro läppern sich da in einem Ort wie Budenheim schon über 35 Millionen Euro Bodenwert zusammen, ausgehend von durchschnittlich einem Auto pro Haushalt.

Dass man mit erneuerbarem Sonnenstrom quasi klimaneutral fährt und das zu günstigsten Konditionen, kommt bei unserem e-Carsharing Modell noch obendrauf.

Bei der Suche nach einem potentiellen Anbieter kristallisierte sich URSTROM heraus. Die Bürgerenergiegenossenschaft (hauptsächlich in Rheinhessen unterwegs) erzeugt nicht nur den benötigten Strom in eigenen Photovoltaikanlagen sondern ist mit einer eCarsharing-App europaweit mit anderen Energiegenossenschaften in einem Nutzerverbund zusammengeschlossen, so dass Nutzer*innen europaweit Fahrzeuge über das Smartphone komfortabel buchen können.

In Budenheim steht nun der erste 7-Sitzer für die Urstromer zur Verfügung. Darauf müssen sich die Budenheimer aber nicht beschränken, stehen doch z.B. in Mainz und Bingen weitere Fahrzeuge zur Verfügung. Angeboten werden z.B. der Renault ZOE und der Hundai Ionic. 

Dass die Gemeindewerke den 2019 erworbenen vollelektrischen Nissan in einer Kooperation mit Urstrom außerhalb der Dienstzeiten als Carsharing-Fahrzeug zur Verfügung stellt, ist eine weitere Besonderheit in Budenheim. Jörg Gräf (kaufmännischer Vorstand der Gemeindewerke) hat sich dafür nicht nur aus ökonomischen Gründen mächtig ins Zeug gelegt und in umfangreichen Verhandlungen mit dem Versicherer die Voraussetzungen geschaffen.

Der vorläufige Standort des Fahrzeugs an den Gemeindewerken ist dem Umstand geschuldet, dass der geplante Ladepunkt an der Finther Straße in Höhe der TGM-Turnhalle noch nicht realisiert wurde. Das folgt sobald die ebenfalls in Planung befindliche Solaranlage auf dem neuen Dach des Turnhallenanbaus Strom liefert. Damit stünde das Fahrzeug sehr dann zentral zur Verfügung. 
(Klaus Neuhaus)

 

Wortreich begrüßten, erläuterten und erzählten Bürgermeister Hinz, Jörg Gräf, Klaus Grieger und Klaus Neuhaus den Werdegang des Projekts, die Beweggründe, die Vorteile des Angebots für die Budenheimer Bürger und die Aussichten, wie es weitergehen könnte.

Geplant sind weitere Fahrzeuge in den Quartieren, heißt: Wenn sich z.b. mehrere Nachbarn zusammenschließen und gemeinsam ihr Interesse an einen eCarsharingfahrzeug bekunden, kann Urstrom dafür sorgen, dass ein Fahrzeug angeschafft und in das entsprechende Wohnquartier gestellt wird. So ein Fahrzeug steht natürlich allen "Urstromern" zur Verfügung. Budenheim hat sicher genügend Potential für einige Urstrom-Fahrzeuge...

Bilder Rainer Haake

 

Firmen und Carsharing

Irene Alt und ihre Firma "Lebenslagen" nutzen dieses Modell

Mit Ministerin a.D. Irene Alt hat Urstrom in Budenheim eine prominente Firmen-Vertragsparnerin gefunden. Alt, schon seit 3 Jahren begeisterte eStromer-Fahrerin, hat bei Lebenslagen® hohen Bedarf an Mobilität für die rd. 70 Mitarbeiter*innen, die überall in Rheinhessen Kunden besuchen und versorgen. Lebenslagen ist quasi der erste "Firmenkunde" in Budenheim.

14.7.2020: Das erste Fahrzeug geht in Dienst

Pressetermin um 11 Uhr an den Gemeindewerken

... trotz Corona arbeiten Gemeindewerke und die UrStrom eG kontinuierlich daran, ein umweltfreundliches e-Carsharing-Angebot zu entwickeln. Nachdem nun alle Hürden vertraglicher- und versicherungstechnischer Art genommen wurden:

Es ist so weit: am 14.7. um 11 Uhr stellen wir das erste Budenheimer eCarsharing-Fahrzeug an den Gemeindewerken der Presse vor:
 
Fahrzeug: Es handelt sich um einen 7-sitzigen Nissan E-NV-200 der Gemeindewerke, welcher zu bestimmten Kernzeiten von den Gemeindewerken genutzt wird, aber an den Abenden und Wochenenden weitestgehend der User-Gemeinde zur Verfügung steht. Ein Erklärvideo gibt es auch schon und auf der APP ist das Fahrzeug bereits zu sehen.

Standort: Vorläufig wird das Fahrzeug an den Gemeindewerken stehen, soll aber bald an die Finther Str. verlegt werden. Dort wird eine Ladestation entstehen, die von einer noch zu errichtenden Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der neuen TGM Halle gespeist wird. Weitere Fahrzeuge sollen bei entsprechendem Bedarf / Anmeldungen auch in den Quartieren folgen.

Anmelden: Ab sofort können Sie sich zum e-Carsharing bei UrStromMobil anmelden. Zugleich erhalten Sie dadurch die Möglichkeit, das Budenheimer und natürlich auch die anderen UrStrom Fahrzeuge der näheren Umgebung bei Verfügbarkeit in der Mainzer Neustadt oder auf dem Mainzer Hartenberg sofort über die Handy-App zu nutzen oder auszuprobieren.

Bis Ende des Jahres kostenlos testen! Die Registrierung ist natürlich kostenfrei. Unser BASIS-Tarif kostet 3 Monate keine Grundgebühr und enthält ein monatliches Guthaben von 4,50 € bzw. 9 € für UrStrom Mitglieder. Bei Anmeldung mit einer Budenheimer Wohnadresse verlängert die UrStrom eG diese Testphase automatisch bis 31.12.2020, so dass Sie entspannt und ausgiebig testen können.

Die Registrierung erfolgt unter www.urstrom-mobil.de/preise
Budenheim, den 8.7.2020

2.4.2020: Das "Go" ist erteilt

Das Projekt eCarsharing geht voran. Das erste Fahrzeug wird ein 7-Sitziger-e-Nissan sein, den die Gemeindewerke nur in Kernzeiten selbst nutzen werden. Drei Stellplätze wird es bald an den drei Ladesäulen in Budenheim geben, Ein Vierter wird in der FintherStr. in Höhe der TGM-Sporthalle folgen. Dort wird eine Ladesäule erstellt, sobald die Solaranlage auf dem neuen Hallendach von den Gemeindewerken errichtet wurde.

Weitere Informationen folgen bald. Die Teilnehmer an der Erhebnung werden von "Urstrom" bald informiert.

11.3.2020: Das Carsharing-Projekt wird im Gemeinderat vorgestellt

Nachdem die Urstomer ihr E-Carsharing beim Bürgermeister vorgestellt haben, und auch dieser sich wohlwollend zeigte, soll das Projekt im nächsten Gemeinderat am 11.3 vorgestellt werden. Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Bis dahin werden die Teilnehmer an der Bedarfserhebung angeschrieben und gebeten, ihre Standorte zu benennnen, damit die Fahrzeuge, soweit wie möglich optimal platziert werden können.

Carsharing - es geht voran!

13.12.2019: Aktueller Stand

Nach der positiven Bedarfserhebung haben wir inzwischen einige Gespräche geführt. Mit "Urstrom", einer 2010 in Mainz gegründeten Bürgergenossenschaft, die sich inzwischen mit zahlreichen weiteren Bürgergenossenschaften in Deutschland und Europa zu einem Netzwerk zusammengeschlossen hat, wollen wir das Projekt umsetzen. Mit diesem Anbieter, der sowohl die Infrastruktur herstellen und aus eigenen erneuerbaren Quellen den echten Naturstrom liefert, als auch die Fahrzeuge bereitstellen wird, fanden nun erste Umsetzungsgespräche mit  "Ankermietern" und Vertretern der Gemeindewerke statt.

Wir sind zuversichtlich: Der Realisierung in 2020 steht nichts mehr im Wege.

Carsharing Bedarfserhebung!

Es wurde eine eigene Webseite für das Projekt angelegt.

Sie sind interessiert an Carsharing und wohnen in Budenheim? Dann machen Sie unverbindlich mit.Hier geht's zum Formular!

Hier geht's zur Webseite carsharing-budenheim.de

Mehr Parkraum in Budenheim?

Die Alternative wäre Carsharing.

Es gibt viele Gründe, warum der Wunsch nach mehr Parkraum in Budenheim kaum zu erfüllen sein wird, denn der öffentliche Raum, auch in unserer Kommune, ist begrenzt und nicht beliebig erweiterbar.

Budenheim leidet, wie auch andere Kommunen in der Umgebung (Heidesheim, Mainz) unter dem ständig wachsenden (Durchgangs-) Verkehr.

Die Straßen in Budenheim sind teilweise sehr eng. Bürgersteige, wenn überhaupt vorhanden, sind sehr schmal und Radwege gibt es nahezu überhaupt nicht.

Radfahrer sind aber gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer. Die Verkehrssicherheit derselben bedingt jedoch sichere Radwege. Schon weil der Landesbetrieb Mobilität (LBM) bisher Tempo 30 in der BingerStr. verweigert hat und diese für Radfahrer alles andere als ein sicherer Weg ist, wird die weitere Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer in beide Fahrtrichtungen derzeit in Budenheim verhandelt. Parkende Fahrzeuge hingegen stellen nicht nur in Einbahnstraßen ein latentes Sicherheitsrisiko für Radfahrer dar. Mehr Radverkehr ist inzwischen der von allen politischen Kräften unterstützte Weg, um dem Verkehrskollaps zu begegnen. Ein wichtiges Element in der notwendigen Verkehrswende. Siehe dazu auch "Mobilität in Budenheim"

Schon jetzt werden im Bundesschnitt 15-18 % der innerstädtischen Verkehrsflächen für Parkplätze verbraucht, Flächen die man durchaus sinnvoller nutzen kann. Immer mehr und unnötigerweise immer größere Autos kommen hinzu. Statistisch stehen die 23 Stunden am Tag ungenutzt herum und beanspruchen immer mehr öffentlichen Raum. Es ist also es eine Frage der Vernunft, dem entgegenzusteuern. Ein „weiter so“ lehnen nicht nur wir ab. Und selbst wenn wir es wollten, es gibt in Budenheim keine öffentlichen Flächen mehr.

Im Privaten wird Parkraum auf Grundstücken kaum mehr bereitgestellt, weil diese maximal bebaut werden oder Garagen oftmals zweckentfremdet genutzt werden. Man stelle sich vor: In Japan kann man sich in manchen Städten nur noch ein Auto kaufen, wenn man einen Stellplatz auf privatem Grund dafür nachweisen kann. Noch sind wir in Deutschland nicht so weit, aber es gibt auch hier keinen Anspruch auf "öffentlichen Parkraum".  

Wir unterstützen aus all diesen Gründen Carsharing, welches wir nach Budenheim holen wollen. Weniger Autos für mehr Nutzer. Das spart deutlich Parkraum und Ressourcen und ist auch finanziell für die Nutzer oft von Vorteil.  Hier der von uns gestellte Antrag zum Thema.

Das ist für Budenheim ökologisch und ökonomisch weitaus sinnvoller, als weiteren kostenlosen Parkraum bereitzustellen, welcher zum einen viel Geld kostet, aber keine Einnahme generiert. Außerdem: woher die Flächen nehmen?

Wir verstehen, wenn sich das so mancher anders wünscht, aber die Zukunft baut auf weniger Autos. In Neubaugebieten in Ingelheim werden z.B. deutlich reduzierte Parkflächen, und diese für Carsharing zur Verfügung gestellt. Die Neubewohner nutzen das als großen Vorteil.

So wird man Nutzer:

Sie sind interessiert? Logo anklicken, da geht's zu Urstrom und wie das alles geht...

Antrag aus 2017

Unser Antrag "Carsharing"

Die Antwort der Gemeinde

 

Stand: Die Gemeindewerke haben erste Ladesäulen am Rathaus und auf dem Parkplatz der Volksbank installiert. Der GRÜNE Ortsverband wird nun (Mai 2019) den Bedarf für CarSharing in Budenheim ermitteln. Sobald erste Zahlen vorliegen, werden die potentiellen Anbieter angefragt.

AZ-Video

27.07.2019: Die AZ berichtet über die Bedarfserhebung

27.07.2019: AZ> Ein Elektroauto mit anderen nutzen

 

CarSharing - Bedarfserhebung

Carsharing in Budenheim - welchen Bedarf gibt es?

Am 20.7. beginnt die Bedarfserhebung "Carsharing in Budenheim". Wenn Sie Interesse an Carsharing haben und in Budenheim wohnen, machen Sie bei der Erhebung mit. Die Teilnahme ist kostenlos und unverbindlich. Hier geht's zur Erhebung: