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Mehr Parkraum in Budenheim?

Die Alternative wäre Carsharing.

Es gibt viele Gründe, warum der Wunsch nach mehr Parkraum in Budenheim kaum zu erfüllen sein wird, denn der öffentliche Raum, auch in unserer Kommune, ist begrenzt und nicht beliebig erweiterbar.

Budenheim leidet, wie auch andere Kommunen in der Umgebung (Heidesheim, Mainz) unter dem ständig wachsenden (Durchgangs-) Verkehr.

Die Straßen in Budenheim sind teilweise sehr eng. Bürgersteige, wenn überhaupt vorhanden, sind sehr schmal und Radwege gibt es nahezu überhaupt nicht.

Radfahrer sind aber gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer. Die Verkehrssicherheit derselben bedingt jedoch sichere Radwege. Schon weil der Landesbetrieb Mobilität (LBM) bisher Tempo 30 in der BingerStr. verweigert hat und diese für Radfahrer alles andere als ein sicherer Weg ist, wird die weitere Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer in beide Fahrtrichtungen derzeit in Budenheim verhandelt. Parkende Fahrzeuge hingegen stellen nicht nur in Einbahnstraßen ein latentes Sicherheitsrisiko für Radfahrer dar. Mehr Radverkehr ist inzwischen der von allen politischen Kräften unterstützte Weg, um dem Verkehrskollaps zu begegnen. Ein wichtiges Element in der notwendigen Verkehrswende. Siehe dazu auch "Mobilität in Budenheim"

Schon jetzt werden im Bundesschnitt 15-18 % der innerstädtischen Verkehrsflächen für Parkplätze verbraucht, Flächen die man durchaus sinnvoller nutzen kann. Immer mehr und unnötigerweise immer größere Autos kommen hinzu. Statistisch stehen die 23 Stunden am Tag ungenutzt herum und beanspruchen immer mehr öffentlichen Raum. Es ist also es eine Frage der Vernunft, dem entgegenzusteuern. Ein „weiter so“ lehnen nicht nur wir ab. Und selbst wenn wir es wollten, es gibt in Budenheim keine öffentlichen Flächen mehr.

Im Privaten wird Parkraum auf Grundstücken kaum mehr bereitgestellt, weil diese maximal bebaut werden oder Garagen oftmals zweckentfremdet genutzt werden. Man stelle sich vor: In Japan kann man sich in manchen Städten nur noch ein Auto kaufen, wenn man einen Stellplatz auf privatem Grund dafür nachweisen kann. Noch sind wir in Deutschland nicht so weit, aber es gibt auch hier keinen Anspruch auf "öffentlichen Parkraum".  

Wir unterstützen aus all diesen Gründen Carsharing, welches wir nach Budenheim holen wollen. Weniger Autos für mehr Nutzer. Das spart deutlich Parkraum und Ressourcen und ist auch finanziell für die Nutzer oft von Vorteil.  Hier der von uns gestellte Antrag zum Thema.

Das ist für Budenheim ökologisch und ökonomisch weitaus sinnvoller, als weiteren kostenlosen Parkraum bereitzustellen, welcher zum einen viel Geld kostet, aber keine Einnahme generiert. Außerdem: woher die Flächen nehmen?

Wir verstehen, wenn sich das so mancher anders wünscht, aber die Zukunft baut auf weniger Autos. In Neubaugebieten in Ingelheim werden z.B. deutlich reduzierte Parkflächen, und diese für Carsharing zur Verfügung gestellt. Die Neubewohner nutzen das als großen Vorteil.

Antrag aus 2017

Unser Antrag "Carsharing"

Die Antwort der Gemeinde

 

Stand: Die Gemeindewerke haben erste Ladesäulen am Rathaus und auf dem Parkplatz der Volksbank installiert. Der GRÜNE Ortsverband wird nun (Mai 2019) den Bedarf für CarSharing in Budenheim ermitteln. Sobald erste Zahlen vorliegen, werden die potentiellen Anbieter angefragt.

E-Carsharing bald auch in Budenheim?

Viele Leute teilen sich ein Auto. In Heidesheim nutzen rund 70 Mitglieder das Fahrzeug.