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Thema Klimawandel

17.12.2021: CO2 Konzentration in der Atmosphäre steigt kontinuierlich

Ist CO2 für den Wald gut?

Der Lennebergwald in Gefahr, titelte ein Leserbrief unter Bezugnahme auf einen ► Artikel in der Heimatzeitung Nr 49, der an gleicher Stelle eine Woche zuvor zu lesen war. Darin berichtete unser Vorstand vom Waldschadensbericht, den der Revierförster im Gremium Zweckverband Lennebergwald abgegeben hatte. Wie man sich denken kann, zeichnete dieser Bericht ein düsteres Bild vom Zustand unseres Hauswaldes.

Dieser Leserbrief über 2 ganze Seiten in der Ausgabe Nr. 50 daher (► Leserbrief Seite 1 und ► Seite 2) worin der Schreiber an maßgeblichen Aussagen und Absichten des Revierförsters Zweifel hegt und ein widersprüchliches Durcheinander von sich gibt, das den Leser verwirrt oder gleich verärgert.

Da wird auch "über den ganzen Klimaquatsch" schwadroniert und dass das Klima niemand retten müsse. Er verweist auf Frühzeiten der Erdgeschichte, die 100 Millionen Jahre und länger zurückliegen, und weil seinerzeit die CO2-Konzentrationen (u.a.) in der Atmosphäre noch wesentlich höher waren, was den Pflanzen offensichtlich super gefiel, weshalb sie riesig wurden, verweist der Schreiber auf Gewächshäuser in Holland, wo heutzutage unter "CO2-Atmosphäre" Pflanzen besonders gut gedeihen. Was demnach ja dann auch wohl gut für den Lennebergwald wäre? Aha. Was will er uns damit sagen? Sollen wir jetzt über den Wald ein Gewächshaus bauen und diesen dann unter CO2 Atmosphäre retten? Und überhaupt, bezgl. dieser hohen CO2 Konzentration vor abermillionen Jahren, wie gut ging es denn den Menschen seinerzeit ? Ach, die gab es da noch garnicht? Hmm. Und dann ihre Aussage: "... noch nie musste ein Wald umgebaut werden, ich kenne zumindest keinen Wald, der umgebaut werden müsste".

Stimmt, man musste bisher keinen Wald umbauen, aber man hat es trotzdem getan. Vor rund 200 Jahren beginnend hat man Wald, gerade in unseren Breiten in Monokulturen verwandelt, nicht weil das nachhaltig wäre, sondern aus geschäftlichen Interessen heraus. Schnellwachsend für hohen Ertrag und industriell gut verarbeitbar war die Handlungsmaxime. Und weltweit passiert das immer wieder, da werden Urwälder gerodet um Ackerflächen zu gewinnen oder Palmölkulturen anzulegen. Küstenwälder in Portugal bestehen neuerdings aus schnellwachsendem Eukalyptus, anstatt aus krummen See-Kiefern... Es gibt in Europa kaum mehr Urwald, der sich selbst überlassen ist. Der Wald, den wir kennen, ist menschengemacht und das rächt sich in Zeiten des Klimawandels umso deutlicher.

Wenn die Aussage, "viel CO2 täte dem Wald gut" nur ansatzweise stimmen würde, dann müsste es dem Wald ja mächtig gut gehen. Der Autor des Leserbriefs vergisst jedoch, dass die Pflanzen, die sich in Jahrtausenden an die jetzigen Bedingungen gewöhnt haben, sich nicht so schnell umgewöhnen können, wie der Mensch in der Lage war, die Bedingungen unwiederbringlich zu verändern. Übrigens mit den höheren CO2-Konzentrationen gingen erdgeschichtlich auch immer deutliche Temperaturerhöhungen und  Veränderungen der Meeresspiegel einher. Die Veränderungen zogen sich dabei über Jahrtausende hin. Das hat der Mensch deutlich beschleunigt. Aber auch diese Fakten unterschlägt er.

Erst jüngst bestätigen Berichte, wonach sich die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zumindest in den letzten 900000 Jahren (reicht Ihnen das als Referenzzeitraum?) immer zwischen ► 150 und 300 ppm bewegen. Nachgewiesen durch Tiefeisbohrungen in der Antarktis, wo rund 3500 m dickes Eis diese Forschungen in der weit zurückliegenden  Vergangenheit des Planeten ermöglichen.

Der menschengemachte Klimawandel ist deutlich schneller und was der (nicht nur) mit den Menschen macht, dürfte auch einem Budenheimer, der nicht im Ahrtal wohnt, so langsam aber sicher klar werden. Man kann heutzutage immer mehr von Glück reden, wenn der Ort, in dem man wohnt, nicht von einem Unwetter heimgesucht wird.

Fazit: Wenn man etwas nicht kennt, heißt das ja nicht, dass das der Weisheit letzter Schluss ist, zumal wenn man nicht zum Fachpersonal gehört. Aber gerade dann verbietet es sich, solch ein Geschwurbel von sich zu geben, die Fachleute herunterzuputzen und ihre Arbeit zu verunglimpfenm, die verzweifelt vor einem Wandel stehen, den die Menschheit so noch nicht erlebt hat, die ganz sicher gut mit anderen Fachleuten vernetzt sind, die immerhin die Reste des Waldes zu retten versuchen. Die Reste des Waldes, die wir Menschen so gerne allem möglichen opfern, so z.B. dem drohenden Autobahnausbau, dem wieder tausende Bäume zum Opfer fallen sollen. Warum regen Sie sich darüber nicht auf? Sie sind Dipl.-Ing. (Architekt). Ich hätte erwartet, dass ein Ingenieur etwas reflektierter an solch ein Thema herangeht und nicht wesentliche Dinge, die zum Thema gehören, egal ob es einem passt oder nicht, einfach weglässt. Das hilft weder dem Lennebergwald, noch den Budenheimer*innen und schon gar nicht den Leuten, die sich aus Profession um den Erhalt der kleinen Lunge Lennebergwald kümmern.

Das Umweltbundesamt berichtet auf seiner Webseite: ► Bedingt durch seine hohe atmosphärische Konzentration ist Kohlendioxid nach Wasserdampf das wichtigste Klimagas.

> 01.09.2020: ZDF DOKUMENTATION

Deutschland und der Klimawandel Die Fakten von Harald Lesch

Dürre, Überflutungen, Gletscherschmelze: Das Klima ändert sich auch in Deutschland. Die Dokumentation sammelt die Fakten und fragt, wie sich das Leben hierzulande verändern wird.

43 min 

01.09.2020

Video verfügbar bis 24.09.2021

TELEPOLIS: Nichts wird so bleiben wie es ist!

Vom gescheiterten Versuch, Klimaprobleme durch Wegschauen zu vertreiben - Zwischenruf eines Richters

Wer unerschütterlich der Meinung ist, alles könne so weiter gehen wie bisher, kann sich die Lektüre dieses Textes sparen, sie brächte ihm nur schlechte Laune. Gleiches gilt für diejenigen, die glauben, mit Beruhigungspillen der Machart "GroKo Klimapaket" sei das Notwendige getan. Im Folgenden findet sich ein Denkangebot für diejenigen, die die Courage haben, die Zukunft ohne rosarote Brille zu betrachten. Das wird nicht ohne tiefe Einschnitte in vertraute Denkweisen abgehen. mehr

Hochwassergefahr höher als gedacht!

Schon in gut 30 Jahren werden die Nordseeinseln, aber auch Teile von Rügen, Fehmarn und Ostfriesland regelmäßig überflutet sein, genauso wie gut die Hälfte der Niederlande.

Das prognostizieren zwei Forscher von der Uni Princeton. Am stärksten werden die ansteigenden Meeresspiegel ihnen zufolge allerdings die flachen Küsten asiatischer Länder treffen wie China, Bangladesch, Vietnam und Thailand. Im Fachmagazin Nature Communications warnen sie davor, dass schon heute drei Mal so viele Menschen in gefährdeten Gebieten leben wie bisher angenommen.

Die Forscher sagen, das liegt daran, dass die meisten Geländemodelle auf Daten der Nasa beruhen. Die erfassen allerdings nicht die Höhe des tatsächlichen Untergrunds, sondern die höchsten Punkte - also oft Hausdächer und Baumspitzen. Sie haben ein korrigiertes Geländemodell entwickelt und mit Meeresspiegelprognosen verschiedene Zukunftsszenarien berechnet. Wie die Lage im Jahr 2050 aussehen wird, kann man sich im Netz auf einer Karte ansehen.

Einige Forschende meinen, dass viele Küstengebiete nur mit Rückzug auf die steigenden Meeresspiegel reagieren können. mehr

 

Der Zyniker empfiehlt: verkaufen Sie ihre Immobilien in den Überschwemmungsgebieten, solange sie noch einen Deppen dafür finden... Die Zeit tickt - von wegen sozialverträglicher Klimawandel ...

Klimawandel im Lennebergwald...

Klimanotstand auch in Budenheim? Zumindest wer dieser Tage durch den Lennebergwald geht, kann die verheerenden Folgen des Dürresommers 2018 sehen. Jetzt sind wir im Frühsommer 2019 angekommen, das Wetter war bisher durchwachsen. Die Niederschläge sind gefühlt reichlich, konnten jedoch den Grundwasserpegel bei weitem nicht ausgleichen. Es treten die Folgeschäden der Dürre deutlich zu Tage. Bäume, die erst gar nicht mehr ausgeschlagen sind, Bäume, die einfach umgefallen sind oder braun und trocken ihre toten Arme ausstrecken. mehr

Die ZEIT online> Die Apokalypse ist leider auserzählt

Auf was warten die Menschen? Auf eine Apokalypse, die von heute auf morgen alles vernichtet? Oder sind wir schon mitten drin?

Lesenswertes Essay von Johannes Schneider

Von alten Mythen bis zu aktuellen Blockbustern: Die Menschheit hat sich zu allen Zeiten gern mit ihrem Ende befasst. Deshalb bemerkt sie nicht, dass es jetzt so weit ist.

Das Problem an vorhergesagten Katastrophen ist, dass die Prognose so lange fragwürdig bleibt, bis die Katastrophe eintritt. Der Restzweifel, der jeder Wissenschaft innewohnt, wenn sie in die Zukunft extrapoliert, eignet sich, um die Ergebnisse grundsätzlich infrage zu stellen. Letztlich, so könnte man sagen, handelt es sich auch bei wissenschaftlichen Prognosen somit um eine Fiktion, die sich von der realen Welt insofern abhebt, als sie sich in ihr (noch) nicht ereignet hat. mehr

 

SWR: Der Klimawandel in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz ist stark vom Klimawandel betroffen. Mit einem Temperaturanstieg von 1,6 Grad seit Messungsbeginn im Jahr 1881 liegt Rheinland-Pfalz über dem Bundesdurchschnitt. mehr

SPIEGEL: Ölriese Exxon wusste schon 1982, wie stark die Erderwärmung 2019 ausfällt

Jahrelang säte der Ölkonzern Exxon in der Öffentlichkeit Zweifel über den menschengemachten Klimawandel. Ein Datenabgleich zeigt nun, wie genau der Konzern tatsächlich Bescheid wusste. mehr

SPIEGEL: Weltbank hält Folgen des Klimawandels für unumkehrbar

Selbst wenn die Menschheit den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch reduzieren würde - es würde kaum helfen: Viele Folgen des Klimawandels lassen sich nicht mehr aufhalten, warnt die Weltbank. Besonders werden die ärmsten Länder leiden. mehr auf spiegel online

SPIEGEL: Gabriel verkündet Abkehr von Klimaschutzzielen

Traurig aber wahr, der frühere Umweltminister und VizeKanzler macht den "Adenauer" und kümmert sich nicht um sein "Geschwätz" von damals. Fragt sich blos, wie er das mal seiner Tochter erklärt... 

Das Klimaziel der Bundesregierung ist nicht mehr zu halten. Das hat Wirtschaftsminister Gabriel nach SPIEGEL-Informationen intern eingeräumt. Grund ist vor allem die Weigerung des Ministers, alte Kohlemeiler abzuschalten.mehr

IPCC> Fünfter Sachstandsbericht des IPCC – Synthesebericht

Der Weltklimarat IPCC veröffentlicht in den Jahren 2013 und 2014 den Fünften Sachstandsbericht. Der Bericht besteht aus den Beiträgen der drei IPCC-Arbeitsgruppen und einem nun veröffentlichten, übergreifenden Synthesebericht. Die folgenden „Kernbotschaften“ stellen eine erste Erläuterung und Zusammenfassung des Syntheseberichts dar.

Hier die Kernbotschaften des Aktuellen Berichts der Weltklimakonferenz von Anf. November 2014. Zum Download auf das Bild klicken.

Alte Kohlemeiler abschalten

Kohle-Tagebaue berauben Menschen ihrer Heimat und zerstören die Natur. Kohlekraftwerke heizen den Klimawandel an und gefährden unsere Gesundheit mit Feinstaub und Quecksilber. Trotzdem verfeuert Deutschland immer mehr Kohle und exportiert Kohlestrom ins Ausland. Damit muss endlich Schluss sein!

Nutzen Sie die anstehenden Entscheidungen zum Klimaschutz: Schalten Sie die dreckigsten und ineffizientesten Kohlemeiler ab. Nur so kann Deutschland sein Klimaschutzziel 2020 noch erreichen. Gewähren Sie keine neuen Subventionen für Kohlekraftwerke. Und beschließen Sie einen verbindlichen Kohleausstieg – damit spätestens 2030 mit der dreckigen Braunkohle Schluss ist und der letzte Steinkohlemeiler nicht länger als bis 2040 läuft. Den Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft!

Der Persönliche CO2-Fußabruck

Wieviel Co2 können Sie noch einsparen? Berechnen Sie es hier:

http://www.klimaneutral-handeln.de/php/kompens-berechnen.php#rechner

 

Wir wissen spätestens seit den frühen siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, in welch prekärer Situation unser Heimatplanet ist (z. B. Meadows Report an den Club of Rome: "Grenzen des Wachstums", 1972; Haber: "Stirbt unser blauer Planet", 1973; Eppler: "Ende oder Wende", 1975; Gruhl: "Ein Planet wird geplündert", 1975). Systemhöflinge hatten jedoch nichts Besseres zu tun, als an diesen Wegmarken für ein zeitgemäßes Weltverständnis herumzumäkeln und nach Ungenauigkeiten zu suchen. Heute weiß man, dass die Kernaussagen der genannten Autoren stimmen.