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Insektensterben... Ursachen und was man dagegen tun kann

ZDF-Zoom: BAYER, Bauern und die Bienen - Ein Konzern unter Druck - Film von Berndt Welz

Bayer tat alles, um kritische Studien zu unterdrücken...

In der Landwirtschaft sind Insektengifte nicht immer zu vermeiden. Manche Substanzen beseitigen aber nicht nur Schädlinge, sondern schädigen Bienen. In der Kritik: die Neonicotinoide.

Der Bayer-Konzern, einer der Hersteller, gerät unter Druck: "ZDFzoom"-Recherchen ergeben, dass manche Giftstoffe längst hätten verboten werden müssen. Auch die Übernahme von Monsanto und Schadenersatzklagen in Sachen Glyphosat haben dem Konzern zugesetzt.

Für die Bayer AG und andere Hersteller sind Insektengifte ein Kerngeschäft. Insgesamt landen jedes Jahr Tausende Tonnen auf den Äckern. Allein in Deutschland konnten die Unternehmen im Jahr 2018 Mittel für knapp 1,3 Milliarden Euro verkaufen.

Die Wirkung der Mittel ist sehr umstritten. Einige, wie etwa die Gruppe der Neonicotinoide, stehen unter dem Verdacht, massiv zum Bienensterben beizutragen. Vor allem Umweltschützer machen mobil und fordern ein Verbot von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln. Seit über 20 Jahren warnen Wissenschaftler und Studien vor den negativen Auswirkungen der Neonicotionoiden.

"ZDFzoom"-Reporter Berndt Welz geht der Frage nach: Hat die Industrie mithilfe der Behörden ein Verbot der Stoffe über Jahre verschleppt?

Rückgang der Biodiversität - Studienleiter: Insektenschwund ist erschreckend

Eine neue großangelegt Studie belegt abermals den drastischen Insektenschwund. Mitverantwortlich dafür ist die Landwirtschaft. Deshalb müssten die Schäden durch die Landwirtschaft eingedämmt werden, so Studienleiter Wolfgang Weisser.

Innerhalb von zehn Jahren ist der Bestand an Insekten in Deutschland um teilweise bis zu 60 Prozent zurückgegangen - so das Ergebnis der Studie. "Manche Arten sind einfach weg", sagt Studienleiter Wolfgang Weisser von der TU München.

"Überraschend ist, dass wir auch einen Rückgang im Wald festgestellt haben. Der Wald ist ja ein System, in das wenig eingegriffen wird."

Wolfgang Weisser, Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie an der Technischen Universität München

mehr auf Deutschlandfunk-Nova

Wissenschaftler bestätigen dramatisches Insektensterben

Bereits 2017 veröffentlichte der NABU Berichte zum dramatischen Insektensterben.

Über Jahrzehnte wurden Schutzgebiete untersucht – die Ergebnisse sind erschreckend: Mehr als 75 Prozent weniger Biomasse bei Fluginsekten. (Stand 2017) Es stellt sich nicht mehr die Frage, ob die Insektenwelt in Schwierigkeiten steckt, sondern wie das Insektensterben zu stoppen ist. Mehr

Förderung zum Erhalt der Artenvielfalt Budenheim.

Artikel in der Heimatzeitung vom 9.5.2019

Die Gemeindeverwaltung Budenheim unterstützt den Erhalt der Artenvielfalt in Budenheim durch die Bereitstellung von Pflanzsamen und Pflanzen. Bürgermeister Stephan Hinz erläutert, dass diese Maßnahme parallel zu den Umgestaltungen von Pflanzbeeten in Budenheim umgesetzt wird. Der Pflanzsamen und die Pflanzen sind bei den Gemeindewerken Budenheim erhältlich. Bauhofleiter Maik Rost teilt mit, dass auch gerne fachliche Beratung angeboten wird. Maik Rost steht für Terminabsprachen unter der Rufnummer 06139/9306163 zur Verfügung.

So schaffst du ein Paradies für Bienen, Hummeln & Schmetterlinge

Bienen, Hummeln und Schmetterlinge erfüllen eine enorm wichtige Funktion für unsere Ökosysteme und für uns Menschen. Sie bestäuben eine Vielzahl von Pflanzen, die für unsere Nahrung unverzichtbar sind, vertilgen Schädlinge und halten unsere Böden fruchtbar. Doch den Insekten geht es schlecht: Viele Schmetterlings- und Wildbienenarten sind gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Die Ausmaße sind erschreckend: Um durchschnittlich 76 Prozent ist der Insektenbestand seit 1989 in Deutschland zurückgegangen. Eine aktuelle Studie besagt, dass die Tiere in nur 100 Jahren komplett ausgestorben sein könnten, wenn das Artensterben in diesem Tempo weitergeht.

Hauptursache für diese dramatische Entwicklung ist die intensive Landwirtschaft mit ihren Monokulturen und dem steigenden Pestizideinsatz. Deshalb werden private Gärten zu immer wichtigeren Rückzugsorten für Insekten, Vögel und andere Tiere, die in ausgeräumten Agrarlandschaften keine Lebensgrundlage mehr finden.

Aber auch in privaten Gärten fällt den Insekten das Überleben zunehmend schwerer: Auf akkurat gemähten Rasenflächen ohne blühende Wildkräuter oder in Vorgärten, die eher Steinwüsten ähneln, finden sie keine Nahrung. Zudem kommen auch dort nicht selten für Insekten schädliche Pestizide zum Einsatz. Die gute Nachricht ist: Mit nur wenig Aufwand können wir Gärten oder Balkone in Paradiese für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge verwandeln. Und auch
auf Grünstreifen vor Mehrfamilienhäusern oder Wohnanlagen lassen sich Blumenwiesen anlegen. Vergesst aber nicht, vorher mit den EigentümerInnen oder der Gemeinde zu sprechen.

Hier gibt es eine Broschüre vom Umweltinstitut München zum Herunterladen, wie man Blühgärten anlegt.