Umweltpflege am Rhein

Krappen soll wieder Lebensraum für Rheinfische und Co. werden

Die Krappen - Rückzugsgebiet für zahlreiche Tiere

Im Naturschutzgebiet Königsklinger-Aue Harder-Aue wurde in den letzten Wochen viel Erde in Bewegung gesetzt. Hintergrund ist eine durch das Land Rheinland-Pfalz durchgeführte Renaturierung des Krappen. Unter anderem der NABU machte sich seit Jahren für einen naturnäheren Zustand des Gewässers stark.

Wichtiger Bestandteil der Maßnahme ist der Wiederanschluss des Krappen stromabwärts an den Rhein. Hier wurde die Öffnung erweitert und eine Brücke, die den Krappen überspannte entfernt. Nun ist eine Furt entstanden: Bei Hochwasser kann schneller der Wasser den Krappen durchströmen und dem Altarm ständig mit frisches Wasser versorgen. Gleichzeitig könnten Fische, die gerne Altarme als Laichbiotope nutzen, das Altgewässer besser erreichen.

Weiterhin wurden Querdämme entfernt, die ein Einströmen des Wassers von flussaufwärts erleichtern.

Leider war ein Anschluss stromaufwärts nicht möglich, da das Buhnenfeld ein unüberwindliches Hindernis darstellt. Dennoch hat man versucht, durch das Schaffen von kleinen Flachgewässern – sogenannten Blänken – schneller Wasser in die Aue zu bekommen. Diese Flachgewässer laufen schon bei höheren Wasserständen, oft auch durch Druckwasser voll, und sind dann ein Lebensraum für viele Arten der Kleingewässer. Zur Zugzeit bieten Sie so genannten Limikolen, Watvögel mit langem Schnabel und langen Beinen einen Lebensraum.

Ingesamt – so hofft der NABU – wird die ökologische Situation im und am Krappen sich verbessern.

Wichtig bleibt jedoch, dass sich die Störungen durch Besucher, freilaufende Hunde und Angler verringern. Das beste Biotop nützt nichts, wenn die Tierarten verscheucht werden.