Bebauungsplan

Aktion - Hier: Keine Häuser

Hier: Keine Häuser

(21.05.2009) Mit der Aktion „Hier: Keine Häuser“  machte die Grüne Liste am Sonntag auf die geplante Bebauung Gonsenheimer Str. / Am Horn aufmerksam. Mit einem neun Meter hohen Gerüst konnte interessierten Spaziergängern und Fahrradfahrern beeindruckend das Ausmaß der geplanten Wohnbebauung anschaulich gemacht werden. Neun Meter: das ist die laut Bebauungsplan erlaubte Firsthöhe.

Das Gelände zwischen Deponie und Gonsenheimer Straße gehört größtenteils der Stadt Mainz. Diese will mit dem Verkauf von Grundstücken die Nachsorge der Mülldeponie finanzieren.  Die Gemeinde Budenheim stellt den Bebauungsplan auf – das tut sie nach den Vorstellungen  der Stadt Mainz.

Dagegen ist vom Grundsatz her nichts einzuwenden. Nach Auffassung der Grünen Liste sollte aber die Wohnbebauung nicht über die Schillerstraße hinaus gehen.

Die meisten der interessierten Bürgerinnen und Bürger waren erstaunt über die Bebauungsplan, der direkt am Gerüst eingesehen werden konnte. Mit diesem Ausmaß hatte niemand gerechnet. Die Tatsache, dass der Blick auf den Taunus verbaut wird, hat Betroffenheit und Unverständnis bei den Passanten ausgelöst. 

Für die Grüne Liste sollte nicht nur die Grenze des Bebauungsplans neu festgelegt werden. Im Bebauungsplan sollte eine umweltgerechte Energieversorgung vorgesehen werden. Außerdem sollte es für Spaziergänger und Fahrradfahrer einen Rundweg um das gesamte Golfplatzgelände geben.

Kurz gesagt, Gemeinderat und Bürgermeister sollen die Interessen der Budenheimer und der Umwelt vertreten und nicht den wirtschaftlichen Interessen der Stadt Mainz nachgeben. 

Bebauungsplan Gonsenheimer Straße

Der Bebauungsplan soll die Wohnbebauung zwischen Gonsenheimer Straße und ehemaliger Mülldeponie regeln.

Das Gelände ist größtenteils im Besitz der Stadt Mainz. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Grundstücke will der Versorgungsbetrieb der Stadt Mainz die Pflege der Deponieanlagen nach der Schließung der Deponie finanzieren. Die Wartung dieser Anlagen wie z.B. Entwässerung und Entgasung ist noch mindestens 50 Jahre nötig.

Der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Budenheim hat am 24.11.2008 die Aufstellung des Bebauungsplans vorangetrieben. Einwände der GRÜNEN LISTE BUDENHEIM wurden nicht berücksichtigt. Anträge der GRÜNEN LISTE BUDENHEIM zur Änderung des vorliegenden Entwurfs wurden überstimmt. Der Aufstellungsbeschluss wird in Kürze veröffentlicht. Danach wird der Plan öffentlich ausgelegt.

Während der Auslegungsfrist hat jeder Bürger das Recht, die Unterlagen im Rathaus einzusehen und Einwände zu erheben.

Die GRÜNE LISTE BUDENHEIM lehnt den vorliegenden Entwurf  u.a. aus folgenden Gründen ab:

Die Bebauung wird einschließlich des Geländes erlaubt, auf dem sich zurzeit das Umweltbildungszentrum der Stadt Mainz befindet.

Dieses Gelände ist für die Ortsrandgestaltung Budenheims wichtig. Von dem Rastplatz unter den Walnussbäumen genießen Spaziergänger den Ausblick über das Rheintal.

Dieser Aussichtspunkt würde unwiederbringlich verbaut.

Ein Antrag die Baugrenze auf der Höhe der bestehenden Bebauung  Schillerstraße zu ziehen wurde abgelehnt.

Bereits in früheren Beratungen hatte die GRÜNE LISTE BUDENHEIM gefordert, einen durchgehenden Rundweg um das FSE-Gelände (Golfplatz) zu planen. Wenn dies Wirklichkeit werden soll, muss dieser im Bebauungsplan berücksichtigt werden. 

Die GRÜNE LISTE BUDENHEIM stellte den Antrag, einen solchen Weg am Rand des Bebauungsplans entlang der Gasrigole vorzusehen. Dieser könnte im Süden Anschluss an die Waldwege und im Norden später im Bebauungsplan Wiesmoorer/Gonsenheimer Straße Teil 2 fortgeführt werden (siehe Planskizze unten) 

Der Antrag der GRÜNEN LISTE BUDENHEIM wurde abgelehnt.

Ein Energievesorgungskonzept für das Baugebiet  wurde nicht erstellt. So wird eine Chance vertan, einen – wenn auch kleinen – Beitrag zur Abwendung der globalen Klimakatastrophe zu leisten. 

Der Antrag der GRÜNEN LISTE BUDENHEIM eine Nahwärmeversorgung durch ein Blockheizkraftwerk vorzusehen und dafür im Bebauungsplan vorsorglich Flächen auszuweisen, wurde abgelehnt.

Der Bebauungsplan wird eine deutliche Veränderung des Ortbildes bewirken.

Grund genug Einfluss zu nehmen.

Es ist Ihr gutes Recht!

 

 

FSE-Rundweg
Baugebiet Gonsenheimer Sraße mit vorgeschlagenem FSE-Rundweg. Antrag der GLB wurde abgelehnt. Nehmen Sie Einfluss! Es ist Ihr gutes Rech!

9m Firsthöhe

So hoch sollen die Häuser hier werden

Auf Transparenten wurden die Besucher informiert