Allgemeine Zeitung

Portrait: Irene Alt wird Ministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen

02.05.2011 - MAINZ

Von Lena Fleischer

Die Koalitionsverhandlungen sind gelaufen. Die hauptamtliche Zweite Beigeordnete des Kreises Mainz-Bingen, Irene Alt (Bündnis 90 / Die Grünen) aus Budenheim, wird Ministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen. „Für mich ist das ein großer Schritt nach vorne. Ich bin jetzt auf Landesebene für alle meine Herzblut-Themen zuständig“, sagt sie gestern gegenüber dieser Zeitung. Die neue Aufgabe sei eine „tolle Herausforderung“.

In Parteikreisen gilt sie als „konsequente Frau“, die „fleißig und vorausschauend“ handelt. Das sagt Michael Stüber, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag, über die 53-Jährige, die aus Lebach im Saarland stammt. Sie selbst teilt auf der Homepage der Grünen Liste Budenheim (GLB) mit, ihr politischer Leitsatz laute: „Der Mensch steht immer im Mittelpunkt meines politischen Handelns.“ Und das reicht zurück bis Ende der 1980er Jahre:Seit über 20 Jahren ist Irene Alt für die Grünen kommunalpolitisch engagiert. Sie war Gründungsmitglied der GLB und fungiert noch heute als deren Fraktionssprecherin, ist seit 1989 Ratsmitglied und war von 1989 bis 1994 ehrenamtliche Beigeordnete Budenheims. Bei der ersten Bürgermeister-Direktwahl 1998 bewarb sie sich für die GLB um das Amt des Ortschefs.

Seit 2005 Zweite Kreisbeigeordnete in Mainz-Bingen

Von 1999 bis 2004 saß sie für die Grünen im Kreistag und hatte über mehrere Jahre die Funktion der Fraktionssprecherin inne. Seit 1. Januar 2005 ist Alt, die einst selbst eine Kita geleitet hatte, Zweite Kreisbeigeordnete und zuständig für Jugend und Soziales. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, den Ausbau der Kinderbetreuung, die Beratung von Familien und Hilfe für Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, hat sich Irene Alt beispielsweise auf die Fahne geschrieben. Kommunalpolitisch lag ein Schwerpunkt außerdem in der Migrationspolitik, so engagierte sie sich als Vorsitzende des Vereins „Freundeskreis Alte Schule”, der Flüchtlinge und Asylsuchende betreute.

In ihrer Funktion als Kreisbeigeordnete ist Alt beispielsweise Mitglied im Aufsichtsrat der Werkstätten für Behinderte in Nieder-Olm, der SPAZ GmbH in Mainz und in der Gesellschafterversammlung der Caritas Bürgerservice Integrationsbetriebe Rheinhessen gGmbH.